Herzlich Willkommen im Café Traxlmayr!
Das Linzer Traditionscafé ist eines der wenigen verbliebenen Altwiener-Kaffeehäuser in Oberösterreich und eines der letzten Österreichs, das durchgehend seit 1847 in Familienbesitz ist. Werfen Sie einen Blick in unser Café und entdecken sie die wechselvolle Geschichte des Hauses.
Unsere Öffnungszeiten:
Mo-Sa: 7:30 - 22:00
So & Feiertag: 9:00 - 20.00

Die wechselvolle Geschichte des Hauses begann mit dem Großbrand, der im Jahr 1800 die Linzer Altstadt in Schutt und Asche gelegt hat. Nach dieser Katastrophe wurde die bis dahin intakte Stadtmauer, die sich eher als Hindernis bei der Brandbekämpfung denn als zeitgemäßer Schutz vor feindlichen Angriffen erwiesen hatte, geschleift. Auf der frei gewordenen Fläche wurde die Promenade als Freifläche und anschließend eine Häuserzeile errichtet, die jenseits der Landstraße auch heute noch „Graben“ heißt.
Das Haus Promenade 16, in dem Sie sich das Café Traxlmayr befindet, stellt den Abschluss dieser Bauten zur Promenade hin dar. Die Kellerfundamente wurden vermutlich im ehemaligen Stadtgraben errichtet, die stadtseitige Kellermauer ist ein Rest der Stadtmauer.
In diesem Haus ist seit 1847 ein Kaffeehaus untergebracht. Im Jahr 1872 heiratete Josef Traxlmayr die Tochter Anna des damaligen Besitzers Josef Hartl, der das Kaffeehaus am Tag nach der Hochzeit seinem neuen Schwiegersohn übertrug. Seit diesem Tag ist das Haus im Besitz der Familie Traxlmayr und trägt auch ihren Namen.
1905 ließ der Sohn der beiden, Wilhelm Traxlmayr, das Café grundlegend umgestalten und erweitern. Der bis dahin als Holzpavillon ausgeführte Anbau wurde in Stein errichtet. Dieser Zubau und die Innengestaltung wurden von Mauriz Balzarek, dem damals bedeutendsten Linzer Architekten und Schüler Otto Wagners, geplant und gestaltet. Die gerade Linienführung und geometrischen Ornamente entsprechen der damals aufkeimenden „neuen Sachlichkeit“ und sind bis heute in unveränderter Form erhalten.
Die bisher einzige Bedrohung für das Haus waren – neben den schweren Bombenangriffen, denen Linz im 2. Weltkrieg ausgesetzt war – die städtebaulichen Ambitionen Adolf Hitlers. Nach dessen Plänen hätte dieses Haus, wie mehrere andere auch, geschleift werden sollen, um den Durchgang vom Hauptplatz zur Landstraße zu verbreitern und repräsentativer zu machen. Glücklicherweise wurden diese Pläne nicht mehr umgesetzt.
Als heutiger Betreiber und Urenkel des Namengebers freue ich mich, Sie in diesem traditionsreichen Haus willkommen zu heißen. Meine Frau und ich fühlen uns aber nicht allein der Tradition verpflichtet, sondern wollen Ihnen hier vor allem eine den Anforderungen der Zeit entsprechende Entspannungsoase, eine Energietankstelle und einen angenehmen Rahmen für gesellschaftliche Kontakte – privat wie geschäftlich – bieten.
Ulrich und Dagmar Traxlmayr
